Die neue Abgeltungssteuer tritt zwar erst in 2009 in Kraft, die richtigen Weichen sollten Anleger und Besitzer von Wertpapieren aber bereits in diesem Jahr stellen. Es ist durchaus lohenswert, sich bereits jetzt über dieses neue Gesetzt zu informieren.
Ab 2009, mit Inkrafttreten der neuen Abgeltungssteuer, werden alle Dividenden und erwirtschafteten Zinsen, die über den Freibetrag hinausgehen, voll versteuert werden. Bisher sind diese nur bis zur Hälfte des erwirtschafteten Gewinnes steuerpflichtig. Der Freibetrag liegt momentan bei 801 Euro für Singles und 1.602 Euro für Verheiratete.
Kursgewinne sind momentan nach einer Haltedauer von sechs Monaten von der Steuer befreit, aber auch dieses wird sich nach Inkrafttreten der neuen Abgeltungssteuer ändern: ab 2009 werden alle Zinsen und Dividenden pauschal mit 25% versteuert, egal wie lange sie gehalten wurden. Ähnliches gilt für Kursgewinne aus Wertpapieren, die nach dem 31.12.2008 gekauft werden.
Die neue Abgeltungssteuer wird neben Aktien- auch Aktienfondsbesitzer treffen, und das ist vor allem schmerzhaft, wenn die Kapitalanlage als Altersvorsorge geplant ist. Für langfristige Anleger ist es also sinnvoll, solche Anlagegeschäfte noch im Laufe des Jahres 2008 abzuschließen, denn dann bleibt der Gesamtgewinn nach zwölf Monaten Haltezeit bis zum Zeitpunkt des Verkaufs steuerfrei.
Pech allerdings für In- und ausländische Spezialfonds, denn diese sind bereits jetzt voll steuerpflichtig, wenn sie nach dem 9. November 2007 gekauft wurden.
















2 Kommentare
Das ist richtig, jetzt die Weichen für 2009 mit der Abgeltungssteuer zu stellen. Ein Depotcheck sollte wirklich jeder durchführen und zeitgleich seine Renditen unter Abzug der Inflationsrate betrachten.
Ich finde es sehr interessant, dass sich nach aktuellen Erhebungen rund drei Viertel aller Anleger und Sparer noch gar keine Gedanken zu den Auswirkungen der Abgeltungssteuer gemacht haben. Ich habe deshalb auf http://www.wertpapierdepot.net/boersenlexikon/abgeltungssteuer.html/dontfollow mal die Änderungen und Neuregelungen für jede der wichtigsten Anlageklassen einzeln aufgeführt und beschrieben. So wie ich die deutschen Anleger aber kenne, wird der große Ansturm auf Informationen und Anlagemöglichkeiten mal wieder erst zum Jahresende einsetzen.